Geschichte unseres Vereins

Aus der vorliegenden Dokumentation ist zu ersehen, dass der Verein „Stiller Friede e.V.“ aus drei Teilanlagen bestand. Geburtsstätte des Vereins war die im Sept. 1922 gegründete Anlage zwischen Südstraße und Dahlweg sowie der Abgrenzung zum Alfred-Krupp-Weg. 1925 wurde die an der Scheibenstraße gelegene Anlage unter dem Namen „Sonnenschein“ vom Stadtverband übernommen und mit dem „Stillen Frieden“ verschmolzen. Die Privatgärten zwischen Schützenhof und Dahlweg kamen im Jahre 1937, bis auf das Privatgelände der Familie Deckenbrock, ebenfalls hinzu. Bedingt durch zwei Weltkriege, Zeiten der Arbeitslosigkeit und der Inflation, hatten die Gärten gegenüber der heutigen Zeit eine völlig andere Bedeutung. Während heute die Kleingärten den Mitgliedern und ihren Familien zur Erholung und Entspannung dienen, wurden diese, zumindest bis kurz nach der Währungsreform, zur Aufbesserung der Ernährungssituation dringend benötigt. Die Ausdehnung des Stadtgebietes und die ständige Erweiterung im Industrie- und Gewerbebereich nach dem 2. Weltkrieg, zog immer wieder Auflösung und Verlagerungen von Kleingärten nach sich. Auch der Stille Friede blieb davon nicht verschont.

Vorwort zum ersten Protokollbuch nach dem 2. Weltkrieg:

Infolge des Kriegsgeschehens ist das bisher geführte Protokollbuch des Kleingärtner-Vereins „Stiller Friede“ e.V. in Verlust geraten. Damit soll dann auch alles Leid der letzten Jahre vergessen sein. Nunmehr wollen wir mit einem neuen Protokollbuch beginnen, das davon zeugt, dass wir in stiller Zusammenarbeit und friedlichem Einvernehmen den Aufbau unseres Vereins fördern und bestrebt sein werden, unsere Gärten in vorbildlicher Weise zu beackern zum Wohle unserer Mitglieder. Der Name unseres Vereins „Stiller Friede“ soll uns in Zukunft dafür bürgen, dass unser Lebens- und Aufbauwille durch nichts gestört wird.

Münster, Westf. d. 17. Februar 1946 B. Kühl 1. Schriftführer


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